Deutsche Krebsvorsorge. Prävention rettet Leben!

Die Deutsche Krebsvorsorge ist 2011 ins Leben gerufen worden, um der steigenden Anzahl von schweren Krebserkrankungen durch wirksame Präventivmaßnahmen entgegen zu wirken. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, die deutsche Öffentlichkeit durch einen jährlich wechselnden Fokus auf eine bestimmte Krebserkrankung und die Möglichkeiten, sich auf dem Wege der Prävention vor ihr zu schützen, zu sensibilisieren. Dabei richtet sich die Deutsche Krebsvorsorge an alle am Gesundheitssystem beteiligten Parteien – vom einzelnen Bürger über die Ärzteschaft, die Krankenkassen und die Unternehmen bis hin zur Gesundheitspolitik.

Die erste Präventionsinitiative der Deutschen Krebsvorsorge, die im Frühjahr 2013 gestartet ist, nimmt den Darmkrebs ins Visier. In Deutschland erkranken jährlich über 70.000 Menschen an Darmkrebs, fast 27.000 sterben im gleichen Zeitraum daran. Die Wissenschaft hat längst bewiesen, dass das nicht so sein muss. Darmkrebs kann bei frühzeitiger Diagnose erfolgreich behandelt werden. Tausende dieser schweren Krankheitsverläufe und Todesfälle lassen sich durch effektive Prävention verhindern. Im Zentrum der „Präventionsinitiative Darmkrebs“ steht deshalb ein besonders effizientes Mittel der Früherkennung: das Darmkrebs-Screening.

Da eine Vielzahl von Menschen die Darmspiegelung (Koloskopie) scheut, setzt die „Präventionsinitiative Darmkrebs“ auf einen neuen, sehr präzisen immunologischen Stuhltest, dessen gute Sensitivität und Spezifität durch große randomisierte Studien belegt ist. Dieser immunologische Test, der auch von der Europäischen Kommission als Methode der Wahl bei Reihenuntersuchungen empfohlen wird, kann insbesondere bei Screenings mit hohen Teilnehmerzahlen zu einem relativ günstigen Preis durchgeführt werden und reicht in der Präzision annähernd an die Ergebnisse einer Koloskopie heran.

Die Deutsche Krebsvorsorge empfiehlt, den Test nicht nur in Zusammenarbeit mit einem dafür ausgerüsteten Labor durchzuführen, sondern eine ärztliche Begleitung sicher zustellen. Insbesondere bei der Übermittlung eines positiven Befundes (Blut im Stuhl) ist es wichtig, dass ein Arzt dem Patienten eine Interpretation des Ergebnisses anbietet und die Möglichkeiten der weiteren Behandlung aufzeigt.

Für 2014 plant die Deutsche Krebsvorsorge eine Präventionsinitiative zum Thema Hautkrebs.